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Erschienen:02.07.2007 / SZR / SLS_LOK / CLOK21_6    
Ressort:Lokales
Textname:sls6.0207.kuschuschmelz.ART
Verfasser:Von SZ-Mitarbeiter Gerhard Alt
Erfasser:MWINTERSBerlin

Schmelzer Bilder für Berlin

Kunstschule stellt Gemälde in der Saar-Vertretung in der Bundeshauptstadt aus
„Von der Prims an die Spree“ heißt ein Projekt der Freien Kunstschule Schmelz. Schüler und Dozenten, Erwachsene, Kinder und Jugendliche beteiligen sich daran.

Ab 5. Juli sind ihre Gemälde in der saarländischen Landesvertretung in Berlin zu sehen.
Von SZ-Mitarbeiter Gerhard Alt

Schmelz. Die meisten Primsbilder sind bereits fertig. Es dauert nicht mehr lange, bis die Gemälde der Freien Kunstschule Schmelz von der Prims an die Spree gebracht werden. Die Saarbrücker Staatskanzlei übernimmt den Transport nach Berlin. Dort wird in der saarländischen Landesvertretung „50 Jahre Saarland“ gefeiert. Anlässlich des Presse- und Sommerfestes der saarländischen Landesregierung wird Ministerpräsident Peter Müller am 5. Juli die Ausstellung mit den Bildern der Schmelzer Malschule eröffnen. „Die meisten fahren mit“, kündigt die Vorsitzende Doris Kiefer an, 14 der 17 Erwachsenen meint sie.
Prims als roter Faden

An dem Projekt „Von der Prims an die Spree“ wird seit einigen Wochen gearbeitet. Während die zehn jüngeren Teilnehmer in zwei Altersklassen (von vier bis zehn und von zehn bis 17 Jahren) je eine Gemeinschaftsarbeit erstellten, haben die Erwachsenen jeder für sich gemalt, sich aber gegenseitig ermuntert und beraten. Die Prims, da sind sich alle einig, ist „ein bedeutender Fluss, der Name kommt von Primus, der Erste“. Dementsprechend zieht sich die Prims wie ein roter Faden – besser: wie ein blaues Band – durch alle diese Gemälde. Typische Ansichten an der Prims und die Kulturlandschaft werden gezeigt. Bei der Wahl der Motive haben sich die Künstler abgestimmt, damit nichts doppelt gemalt wird. Unter anderem erkennt man das Schloss Dagstuhl, die Hartsteinwerke Michelbach, die alte Eisenschmelze, die Bettinger Mühle, die Rötelmine und die Kapelle in Hüttersdorf, das Kreuz, Maldix und den Weidendom auf dem Litermont, die Dillinger Hütte.

Mitunter haben die Damen und der eine Herr der Geographie ein wenig nachgeholfen und die Prims näher an ihr Hauptmotiv verlegt. Beatrix Hoffmann hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und eine Geschichte von einer aparten Primsnixe mit freudiger Erwartung auf einen feschen Spreegeist erzählt. Alle wollen mit ihren Bildern dem Publikum in Berlin ihre Heimat näher bringen. Felice Baus, mit 77 die Älteste im Bunde („Ich fühle mich in der Gruppe sehr wohl, das hält mich jung“), sagt: „Es bedeutet mir viel, in Berlin dabei zu sein. Wir wollen zeigen: Das Saarland ist nicht nur ein Industrieland, sondern hat auch landschaftlich ein sehr hohes Niveau.“ Die Künstlerschar hofft, dass ihre Bilder nach der Rückkehr aus der Hauptstadt (sofern sie nicht verkauft werden) im Rathaus Schmelz gezeigt werden. Möglicher Titel: „Von der Spree an die Prims.“

Kontakt: Der Verein Freie Kunstschule Schmelz, Lindenstraße 2, 66839 Schmelz, ist zu erreichen unter Telefon (06887) 92132.

 
Auf einen Blick

 
Am Projekt„Von der Prims an die Spree“ sind beteiligt: Kerstin Arand, Tanja Bach, Felice Baus, Beate Birringer, Rosi Brockmann, Sabine Brosius, Helma Fries, Lieselotte Hippchen, Beatrix Hoffmann, Doris Kiefer, Günter Kirsch, Rosi Maguhn, Vera Müller, Waltraud Oster, Maria Schurr, Renate Schwan, Gerdi Schwed.

Der Verein Freie Kunstschule Schmelz besteht seit dem Jahr 1997. Die Vorsitzende Doris Kiefer berichtet von rund 20 Mitgliedern und 230 bis 260 Schülern im Alter von vier bis 77 Jahren. gal

 
Bildunterschrift
Von der Prims zur Spree geht es für diese Gemälde und die Teilnehmer der Kunstschule Schmelz. Die Ausstellung möchte Naturschönheiten des Saarlandes zeigen. Foto: Gerhard Alt


Quelle: http://saarland.sz-sb.de

© 11/2019 Tanja Bach